
Nukkandi


''Wer den kompletten Tag verschläft ist ein Faulpelz. Es sei denn,
du bist ein Nukkandi. Dann schlaf weiter.''
Auszug aus Bewohner der Wälder, von Jean Jax
Ein Nukkandi, volkstümlich auch Trägling genannt, ist ein Beuteltier, dass in allen Wäldern auf ganz Galtora anzutreffen ist. Es handelt sich dabei um nachtaktive Einzelgänger, die ausnahmslos immer auf Bäumen zu finden sind, außer die Tiere befinden sich in ihrer „Schreizeit”.
Bei der „Schreizeit” zeigt ein Weibchen ihre Paarungsbereitschaft, indem es einen hohen schrillen Ton ausstößt, woraufhin es weiter in diesem Ton vom Baum klettert und sich mit dem schnellsten Männchen paart. Nach erfolgreicher Paarung bekommt das Weibchen wenige Wochen später das Jungtier zur Welt, welches sich sofort am Rücken der Mutter festkrallt und sofort zum Schlafen beginnt - als eine Art „Energiesammlung”, da, sobald es ausgewachsen ist von der Mutter abgeworfen wird und seinen eignen Revierbaum suchen muss. Diese Wanderschaft wird auch als „kritische Phase” bezeichnet, da das ausgewachsene Nukkandi wenig bis gar keinen Schlaf bekommt bis es seinen Revierbaum gefunden hat.
Nukkandi sind 40 bis 60 Zentimetern groß, inklusive ihres Schwanzes, der an eine Blume eines Hasen erinnert. Ihre Färbungen gehen von dunkelgrau bis braun, weshalb sie sich auch perfekt mit ihrer Umgebung verschmelzen können. Trotz ihrer krallenartigen Pfoten sind sie sehr friedliche und entspannte Tiere. Aufgrund ihres gutmütigen Art und blindes Vertrauen in ihre Umgebung ist es manchmal noch ein Wunder, dass sie noch nicht ausgestorben sind. Ihre Hauptnahrungsquelle ist die Rinde ihres „Revierbaumes” sowie deren Blätter.
Zwei Besonderheiten an den Nukkandi:
1. Für ihr großes Geschäft machen sie sich immer am Weg zum Baumstamm, um dort in einer Präzision ihre quadratische Hinterlassenschaft auf den Boden zu werfen, um anderen Nukkandi zu zeigen, dass dieser Baum schon besetzt ist.
2. Nukkandi sind äußerst träge. Sie benötigen achtzehn bis zweiundzwanzig Stunden Schlaf, da sie ansonsten sterben können. Der Schlafbedarf ist notwendig, da die Rinden auf den Bäumen, die sie behausen, ein leicht toxisches Gift absondert, was bei Menschen, Zwerge und Vampire zu Halluzinationen führen kann.